Frank Weisner ist Deutschlands Nr. 1

Großer Erfolg für Frank Weisner: Der Rendsburger hat sich beim Bundesfinale in Köln durchgesetzt und ist Deutschlands Nummer 1 unter den insgesamt rund 2500 Ford-Verkäufern.


Dieser Mann ist Verkäufer durch und durch. Wer im Autohaus Ohm auf Frank Weisner trifft, geht nur selten ohne Kaufvertrag aus der Tür. Dabei versucht der 45-Jährige aber nie, seinen Kunden einen Wagen aufzuschwatzen. Er versteht sich als Problem löser. Auf charmante Art überzeugt er den Interessenten von den Vorzügen des Fahrzeugs. "Ich muss herausfinden, was mein Kunde haben möchte, was er meint zu brauchen und was er wirklich braucht. Dann komme ich mit einem konkreten Angebot auf den Punkt", verrät Weisner seine Strategie.

Dass diese funktioniert, hat der Rendsburger jetzt Schwarz auf Weiß: Er ist Deutschlands Nummer 1 unter den rund 2500 Ford-Verkäufern. Gleich bei seiner ersten Teilnahme beim Wettbewerb "Top 100" ließ der Quereinsteiger, der früher Fliesen verkauft hat, alle alteingesessenen Verkäufer hinter sich. "Ich bin mächtig stolz. Damit hätte ich nie gerechnet", freut sich Weisner, der erst seit gut einem Jahr in dem Rendsburger Ford-Autohaus arbeitet.

In zwei Kategorien wurden die Teilnehmer geprüft. Neben einer Fahrzeug-Präsentation musste Weisner sein Können auch in einem Wissenstest beweisen. "Da gehört auch ein wenig Glück dazu. Das kann man gar nicht alles wissen", gibt er zu. So galt es in dem Multiple-Choice-Test unter anderem folgende Fragen zu beantworten: Wie oft lässt sich im neuen Mondeo das Lenkrad von Anschlag zu Anschlag drehen? 2,78-mal lautet die korrekte Antwort. Misst das Panorama-Glasdach des Ford Kuga 1060 mal 795 Millimeter oder 1050 mal 785 Millimeter? "Ich habe auf Letzteres getippt und richtig gelegen. Das werde ich jetzt bestimmt nicht mehr vergessen", sagt Weisner.

Als Bundessieger musste sich der Rendsburger, der ansonsten gut 40 Prozent seiner Verkaufsgespräche auf Plattdeutsch führt, auch auf internationaler Bühne behaupten. Zur Vorbereitung auf den Wettbewerb mit den Siegern aus 21 europäischen Ländern wurde ihm ein Trainer zur Seite gestellt. Nach Wissenstest und Präsentation sprang am Ende Platz 13 heraus. "Gewonnen hat eine Verkäuferin aus der Türkei. Ich habe zwar kein Wort verstanden - aber diese Frau konnte das Auto wirklich rüberbringen", lobt er seine Konkurrentin.

Auch Weisner wurde nach seinem Erfolg mit Lob der Konzernspitze geehrt. "Er liebt unsere Autos. Das spürt man", sagt Verkaufs-Direktor und Jury-Mitglied Wolfgang Booms über den Rendsburger, der im nächsten Jahr wieder antreten will: "Es war eine tolle Erfahrung und vielleicht kann ich mich ja noch verbessern."

Quelle: www.shz.de